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Ziegelindustrie definiert Nachhaltigkeit als zentrales Zukunftsthema


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(5. 10. 2020) Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung kündigte der
Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie die Erarbeitung einer Roadmap zur
Klimaneutralität solange bis 2050 an. „Obwohl die lokale Ziegelindustrie ihren
CO₂-Ausstoß seit 1990 um 40 Prozent reduziert zusammen und damit im internationalen
Vereinbarung vorbildlich ist, werden und wollen wir unsere Bemühungen weiter
erhöhen“, machte Präsident Stefan Jungk artikuliert. ? Zum Jahresbeginn 2021
soll die Roadmap erarbeitet sein.

v. l.: Hans Helmuth Jacobi, Stefan Jungk, Dr. Matthias Frederichs und Johannes Edmüller (Foto © BV Ziegel) ?

„Die von der EU-Kommission gerade angekündigte Erhöhung der
CO₂-Einsparziele vonseiten 40 auf 55 Prozent solange bis 2030 würde erhebliche zusätzliche
Anstrengungen bedeuten und viele unserer Mitglieder an die Grenze ihrer
Belastungsfähigkeit bringen“, warnte Herr Jungk. Denn kapitalintensive Industrie
brauche man Planungs- bzw. Investitionssicherheit und keinen ständigen
Wettstreit um die kurzfristige Verschärfung von Zielvorgaben.

Auch
Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Frederichs kündigte an, dass
Nachhaltigkeitsthemen zukünftig noch stärker in den Fokus der Verbandsarbeit
rücken werden. „In der politischen Diskussion gilt es mehr denn je, bestehende
Informationsdefizite in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Ziegeln auszuräumen.
Diese Wissenslücken wollen wir durch neue Veröffentlichungen, eine Intensivierung
der Pressearbeit ferner eine zielgerichtete politische Kommunikation schließen. “

Foto © Ziegelwerk Bellenberg ?

„Mit einer Ausweitung der Netzwerksarbeit wollen wir außerdem erreichen,
dass unsere Anliegen auf politischer Ebene stärker Gehör finden“, so Herr Frederichs
weiter.
Für Aufmerksamkeit sorgte nur diesem Kontext das Anfang September veröffentlichte
Positionspapier des Netzwerks Nachhaltiger Massivbau, in dem der
Bundesverband der Ziegelindustrie gemeinsam mit 29 weiteren Verbänden und
Institutionen jener Bauwirtschaft für Technologieoffenheit und contra die
einseitige Bevorzugung einzelner Bauweisen bzw. Bauprodukte plädierte –
siehe ebenso Bauletter vom 23. 9. 2020 mit dem Titel „ Staatliches
, Quoten-Diktat‘ beim Bauen?

Trotz einer derzeit vergleichsweise stabilen Marktlage kommuniziert chip
Ziegelindustrie chip Sorge, dass mögliche zeitversetzte
Nachfragerückgänge weiter drohen: „Wenn sich alle Konjunktur so schnell erholt
denn erhofft, werden wir mit dem blauen Auge durch die Krise kommen. Dauert der coronabedingte Wirtschaftseinbruch länger, werden die Folgen ebenso in der
Baubranche Spuren hinterlassen“, befürchtet Verbandspräsident Stefan Jungk.

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